Artem Harutyunyan wird Vize-Weltmeister der APB – starke Leistung gegen den Europameister

Artem Harutyunyan (Hamburg) hat gegen den russischen Europameister Armen Zakaryan in der Gewichtsklasse bis 64 Kg den Weltmeistertitelkampf in Nowosibirsk/Russland nach Punkten 3:0 verloren.

Der leitende Bundestrainer Dr. Harry Kapell: “Das ist eine unglaubliche Leistungsentwicklung von Artem im Rahmen der APB. Er hat heute auf Augenhöhe einen engen Kampf gegen den amtierenden Europameister verloren. Insgesamt hat er eine gute Perspektive für Rio 2016 aufgezeigt.”

DBV-Sportdirektor Michael Müller: “Artem hat das in ihn gesetzte Vertrauen voll bestätigt und eine unglaubliche Entwicklung innerhalb eines Jahres gezeigt. Insgesamt haben sich die deutschen Boxer in der ersten Runde der APB sehr gut behauptet. Sehr erfreulich ist insgesamt die hervorragende Kampfrichterleistung. Hier setzt die AIBA Maßstäbe, die Einführung der Profikampfrichter und das 5-Sternesystems hat sich jetzt schon mehr als bewährt. Denken wir auch an die bedauerlichen Ausfälle von unseren Top-Leuten Araik Marutjan und Xhek Paskali. Nun gilt es in der nächsten APB-Runde diese Erfahrungen für eine Leistungsentwicklung zu nutzen.”

Artem Harutyunyan gewann die erste Runde einstimmig, danach bestimmte Zakaryan den Kampf in den folgenden drei Runden. In der fünften Runde kam Artem zurück, spielte seine physischen und technischen Fertigkeiten hervorragend eingestellt von Trainer Michael Timm aus. Doch auch darauf stellte sich der starke Russe ein. Die folgenden Runden gingen knapp an Zakaryan, auch wenn Artem hervorragend gegen hielt. Der 25-jährige amtierende Europameister Zakaryan freute sich über 3:0 Punktsieg (78:74) vor der beeindruckenden Kulisse.

Weitere Chancen zur Olympiaqualifikation

Insgesamt war dies der dritte russische Sieg in der APB, denn auch in der Klasse bis 52 kg und im Schwergewicht gewannen russische Athleten. Damit verpasste Harutyunyan die zweite deutsche Fahrkarte für die olympischen Spiele in Rio 2016 im Boxen. Artem Harutyunyan hat jedoch, wie auch die anderen deutschen olympischen Boxer noch weitere Chancen für die Qualifikation. Die Freude über die Vize-Weltmeisterschaft und über diese Weltklasseleistung stehen im Vordergrund.

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